Nicht oft in unserem Leben wurden wir so naß wie beim Agilityturnier der “Flinken Pfoten Allgäu” in Wangen! Dauerregen und kalt, kalt, kalt! Doch wie immer haben wir tapfer ausgehalten und ließen uns durch nichts erschüttern.
Der A-Lauf endete mit einem Dis an der Wippe, von der Aicy absprang, als ich hinter ihr wechselte. Ich wiederholte also den Sprung vorher, um die Stuation noch einmal zu üben - und siehe da, es klappte. Der Rest des Laufs war schön. Dank Martin gibt es ein Video!
Der Boden im Jumping war dann wegen der anhaltenden Nässe wie Schmierseife und entsprechend schlecht zu laufen. So führte ich den Parcours nicht wie eigentlich geplant, weil ich nie zur richtigen Zeit am richtigen Ort war. Trotzdem gewannen wir den Lauf - brave Aicy!
Martins kleine INN lief ihr erstes Turnier! Natürlich ist die Spannung immer besonders groß, wenn unsere “Kleinen” das erste Mal an den Start gehen! Martin hat selbstverständlich auch für sie einen Bericht und Videos erstellt!
Und dann nichts wie ab ins Auto, Heizung bis zum Anschlag aufdrehen und ab nach Hause in die heiße Badewanne!
Seit Sonntag, den 20. September 2010 ist es amtlich und für alle Zeiten festgehalten: “Aicy von der Glacis” gehört zu den Top Ten Schäferhunden im Agility!
Aber von vorne: Letzten Mittwoch machten wir uns auf die 773 km lange Reise nach Meppen im schönen Emsland, wo in diesem Jahr die Bundessiegerprüfung des Vereins für Deutsche Schäferhunde ausgetragen wurde. Unser Quartier hatten wir zusammen mit Werner, Rosi und Sybille im Ferienhof Anhold, ein idealer Ort, um mit Hunden Urlaub zu machen! Umgeben von Wäldern, Feldern und Wiesen, kilometerweise Spazier-, Rad- und Reitwege, Fährtengelände vor der Haustüre und vor allem superfreundliche Wirtsleute! Die Hunde konnten sich nach Herzenslust auf dem Hof frei bewegen und Deacy fand in Hofhund Lea gleich eine Spielkameradin. Nur fünf Minuten vom Sportstadion entfernt war auch die tägliche Anfahrt überhaupt kein Problem.
Am Donnerstag war das erste Treffen zur Mannschaftsbesprechung im Stadion, am Abend wurden im Festzelt die Startnummern ausgelost. Mit der Nummer 55 gingen wir am Freitagmorgen um 8 Uhr zur Parcoursbegehung für den A-Lauf auf den grünen Rasen. Dennis Breuning stellte in diesem Jahr die Parcours, angeblich entworfen zu Musik von Metallica. “Nothing else matters” hieß es dann auch nach langer Wartezeit an der Starthürde. Mit sehr gutem Tempo, hundert Prozent konzentriert und aufmerksam konnten wir den Parcours flüssig und rund laufen … wenn, ja wenn da nicht vier Kontaktzonengeräte im Weg gestanden wären. Stegaufgang + A-Wand-Aufgang + A-Wand-Abgang = drei Fehler.
Der Jumping 1 am Samstagmittag war unter dem Motto “Führtechnik” gestellt; trotz eines Hakens an Hürde 3 und einer Unstimmigkeit an Tunnel 11 konnten wir fehlerfrei und mit der zweitbesten Zeit einige Plätze gut machen. Am Sonntag machten wir im Jumping 2 mit einem wiederum fehlerfreien Lauf und ebenfalls wieder der zweitschnellsten Zeit hinter Nicole Münker und “Reni von Strothetal” noch einmal 9 Plätze gut und schlossen mit Platz 10 das Turnier ab. Reni und Aicy waren klar die schnellsten Hunde des Turniers, aber bekanntlich hilft das im Agility nicht viel, wenn sich Fehler einschleichen! Mich freut dieser Vergleich besonders, weil ich Nicole und Reni seit Jahren als ganz tolles Agilityteam bewundere!
Manuel und Baylee hatten leider im ersten Jumping eine Unstimmigkeit, die mit der Disqualifikation endete. Aber die beiden zeigten schön geführte Läufe bei einem sehr guten Tempo. Der 16jährige Manueal und die 2jährige Baylee haben noch viel vor sich und waren bestimmt nicht das letzte Mal auf einer Bundessiegerprüfung!Unser Mannschaftsfreund Werner Hagemann hatte bereits im A-Lauf und im Jumping 1 gezeigt, wie man die Strecken fehlerfrei laufen konnte. Mit seinem “Quapaw von Beluga” -genannt Tommy- lag er in Führung, dicht gefolgt von Rolf Welker, mit “Zara vom Ketscher Wald” bereits Bundessieger 2008 und Andreas Öhlschläger mit seiner schnellen “Brixi vom unteren Jagsttal”, die mit ihren neun!! Jahren immer noch an der Spitze mitläuft! So wurde für uns die Spannung schier unerträglich, als die letzten an den Start gingen:
- Andreas und Brixi mussten sich mit zwei Parcoursfehlern geschlagen geben und landeten auf Platz 5;
- Rolf und Zara waren schon disqualifiziert, kaum hatten sie die Starthürde übersprungen! Ihnen wurde zum Verhängnis, dass am Donnerstagabend (ja, so früh!) bekannt gegeben wurde, dass wir nicht mit einer Agilityleine starten dürfen, sondern mit einem einreihigen Gliederhalsband antreten müssen - schliesslich könnte sich ja in/unter einer Agilityleine ein Teleimpulsgerät verstecken. Und Rolf hakte zwar die Leine ab, vergaß aber, die Kette abzuziehen. Tragischer kann man doch wirklich nicht verlieren.
- Werner und Quapaw sollte der Sieg nicht vergönnt sein; mit der Hand touchierte er eine Hürde und warf den Ausleger um - Disqualifikation! Aus der Traum!
Verdienter Sieger wurde Josef Kötting mit “Djunar von der Ottensteiner Festung”! Noch einmal unseren herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle!
Hier sind die ersten Fotos:

Die “Dingility Dogs” luden zum 5. Dingolfinger Agility-Turnier ein und verwöhnten ihre Gäste nicht nur mit Sonnenschein und gutem Essen, sondern vor allem mit Herzlichkeit, guter Laune und zur Siegerehrung sogar mit einem Chorgesang!
Für uns lief der A-Lauf eigentlich richtig, richtig gut. Aicy nahm die Hindernisse supereng, den Stegaufgang sauber erwischt … dafür diesmal am Stegabgang ein Zonenfehler … ups, das war noch nie da. V5, Platz 2 mit Bestzeit. Scheibenkleister!


Den Jumping haken wir mal ganz schnell ab: falscher Tunneleingang, Aicy war vor dem richtigen Loch, schaut mich an und in diesem Moment nehme ich laut Augenzeugenberichten die rechte Hand raus und sie läuft brav ins falsche Loch.
Am Sonntag traf sich dann die Agility-Mannschaft der Landesgruppe Bayern-Süd, um noch ein gemeinsames Training vor der SV-Bundessiegerprüfung in Meppen zu absolvieren. Trainer Helmut Fischer stellte uns am Vormittag einen A-Lauf und am Nachmittag einen Jumping; jedes Team hatte noch einmal ausreichend Gelegenheit, an Feinheiten zu feilen, bekam Tipps und viele gute Wünsche mit auf den Weg.