Wir gratulieren unseren Freunden Fritz & Murphy zu 271 Punkten = “sehr gut” auf der LGA 2010!
“Zusammenkommen ist ein Beginn, zusammenbleiben ist ein Fortschritt, zusammenarbeiten ist ein Erfolg.”
Wir gratulieren unseren Freunden Fritz & Murphy zu 271 Punkten = “sehr gut” auf der LGA 2010!
“Zusammenkommen ist ein Beginn, zusammenbleiben ist ein Fortschritt, zusammenarbeiten ist ein Erfolg.”
Der Schweizer VPG-Trainer Werner Haag lud ein zum HuSta-Seminar 2010 und drei Glacis-Hunde machten sich auf den Weg nach Schwenningen: Aicy, mit vier Jahren die Älteste, die zweijährige Baylee und die vier Monate alte Deacy “von der Glacis” packten das Auto bis zum Dachkoffer mit allem voll, was Mensch und Hund für eine Woche Intensiv-Training brauchen, angefangen vom Zelt bis zu den Gummistiefeln. Brigitte und Manuel erwartete ein Seminar das angekündigt war mit dem Hinweis “Es sollen sich nur Hundeführer melden, die gewillt sind intensiv zu trainieren. Es ist eine Arbeitswoche !”
Und so war es dann auch. Nach der Vorstellung der Teilnehmer am Sonntagabend und einer theoretischen Einführung begann der Montagmorgen um acht Uhr auf dem Hundeplatz des HSV Schwenningen. Eingeteilt in zwei Gruppen machte sich die eine auf den Weg zum Fährtentraining mit Bernd Föry, dem deutschen Fährtenspezialisten schlechthin - ein Zusatzbonbon dieses Seminars der ganz besonderen Klasse! Bernds Philosophie:
“Die Grundstimmung beim Fährten soll sowohl beim Hund als auch beim Hundeführer immer ruhig, ausgeglichen und konzentriert sein. Jegliche Hektik, jeglicher Zwang beeinträchtigen das Lernverhalten negativ und führen nicht zum gewünschten Resultat: dem selbstsicheren und selbständig arbeitenden Fährtenhund. Die Gesamtübung
- korrekte Aufnahme der Fährte
- sicheres Halten der Fährte in gleichmäßigem Tempo
- korrektes Verweisen der Gegenstände und
- saubere Winkelarbeit
setzt sich aus vielen Einzelübungen zusammen, die wir auch separat trainieren. Die einzelnen Übungen werden erst dann ganz oder teilweise wieder zusammengesetzt, wenn die Einzelübungen sicher und zuverlässig gezeigt werden.”
Auf dieser Basis kam unsere gerade vier Monate alte “Deacy von der Glacis” in den Genuss, ihre ersten Fährten unter den erfahrenen, prüfenden Augen dieses Spezialisten suchen zu dürfen. Ruhig und mit tiefer Nase arbeitete sie vom Abgangs- bis zum Schlussquadrat jeden Schritt aus und wurde von Bernd ausgiebig gelobt! Für Aicy und Baylee gab es nach einer ersten kritischen Begutachtung Tipps für Verbesserungen und die weitere Arbeit, die Dank der glänzenden Vorarbeit unserer Freundin Conni Zwahlen auf einem guten Fundament steht. Alle Hunde -auch solche mit Problemen auf der Fährte- machten bis zum Ende der Woche deutliche Fortschritte und bekamen Lösungsvorschläge mit auf den Weg.
Im Wechsel ging es dann am Nachmittag auf den Hundeplatz zu Werner Haag für die Disziplin Unterordnung:
“Unser 3-Punkte-Methodikprogramm garantiert schnelles und vor allem sehr korrektes Arbeiten. Es ist bewiesen, dass keine Druck- oder Zwangseinwirkung für eine gewünschte Arbeit zum Erfolg führt (Erfolg = schnell und korrekt).Unsere Methodik basiert darauf, den Hund für jede von uns geforderte Arbeit in eine Erwartungshaltung zu bringen. Denn nur über eine solche werden die verlangten Arbeiten schnell und korrekt ausgeführt. Den Hund in die richtige Grundstimmung zu versetzen, um von ihm eine optimale Arbeitsbereitschaft zu erlangen, ist eines der wichtigsten Kriterien für eine triebbeständige Unterordnung! “
Getreu diesen Grundsätzen sahen wir während der ganzen Trainingswoche nicht ein einziges Stachelhalsband, geschweige denn ein Telegerät! Dafür durften wir umsomehr beobachten und lernen, mit welch feinen Hilfen Hund und Hundeführer unterstützt werden, damit die verlangte Übung korrekt ausgeführt werden kann. Und es funktioniert! Ohne Gewalt, ohne Hektik - mit Ruhe, Geduld und viel Sachverstand! Aicy und Baylee wurden für ihre Arbeit in der Unterordnung sehr gelobt; vor allem Manuel mit seinen 15 Jahren erhielt viel Beifall für die harmonische Teamarbeit, die er und seine Baylee zeigten!
Auch Klein-Deacy konnte die ganze Woche mit den Großen trainieren und ihre ersten Schritte auf dem Parkett des Schutzhundesports machen. Mit viel Eifer absolvierte sie Konzentrationsübungen, trieb an der Futterhand, blitzschnell wurden “Sitz” und “Platz” ausgeführt und in Windeseile die Abrufübung befolgt. Großes Programm für ein kleines Hundemädchen, das, eben weil hoch motiviert und immer positiv bestätigt, unermüdlich mitarbeitete!
Der Schutzdienst war dann die letzte Disziplin eines intensiven Trainingstages; Werner Haag wurde an zwei Tagen von Bernd Föry unterstützt, so dass wir bei zwei hochklassigen Helfern trainieren konnten. Unsere Schwäche im Schutzdienst waren ja schon immer die Gehorsamsteile, bei denen es mir nie gelungen ist, zu Aicy wirklich durchzudringen. Sie “gehorcht” zwar (ungern), aber sie “hört” mich nicht wirklich. Hier wurde ganz klar im Aufbau versäumt, den Unterschied zwischen den aktiven und den passiven Phasen zu definieren, so dass hier eine Grauzone entstand, in der der Hund sich weder wohl-, noch zurechtfindet. Also, zurück zu den Anfängen! Grundstellung —> Fuß laufen —> Kontakt aufnehmen —> Kontakt halten —> Bestätigung! Und das so lange, bis auch hier Sicherheit im Ablauf und damit Entspannung eintreten kann. Mit Geduld wird aus Gras Milch! Dass Aicy bei den aktiven Phasen mit Werner und Bernd nur Spaß hatte, versteht sich wohl von selbst. Und ich glaube, die Beiden auch mit ihr!
Töchterchen Deacy sah im reifen Alter von vier Monaten das erste Mal einen Helfer -”Was will denn der???”- und durfte voller Stolz ihre erste Beute vom Platz tragen! Ganz die Mama!
Beim Abendessen, meist frühestens um 21 Uhr, wurde dann noch viel diskutiert und gelacht, bis alle hundemüde in die Betten fielen. Schliesslich klingelte der Wecker unerbittlich am nächsten Morgen um sechs Uhr zu einem weiteren spannenden, anstrengenden Tag.
Fazit: Eine anstrengende Woche, in der sich jede Minute gelohnt hat! Vielen Dank Werner! Vielen Dank Bernd!
Wie immer haben wir ein Fotoalbum gestaltet - Videos folgen in Kürze!
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