Dominanz und andere Ungereimtheiten
Am Freitag hatte ich das Vergnügen, mit Freunden im Rahmen der Happy-Dog-Tour 2009 einen Vortrag von Günther Bloch zu besuchen mit dem Thema:
- Wolfseltern und ihre Vorbildfunktion für den Nachwuchs
- Gruppenverhalten in Kaniden-Familienverbänden
- Dominanzbeziehungen zwischen Wolfseltern, Welpen und Jungtieren
Zum Referenten gibt WIKI wie folgt Auskunft:
Günther Bloch (* 1953 in Köln) ist ein Kynologe und Autor.
1977 gründete er in der Eifel seine „Hundefarm“ und begann Haushunde in Gruppen zu halten und ihr Verhalten systematisch zu beobachten. Mit Erik Zimen und Elli H. Radinger gründete er 1991 die „Gesellschaft zum Schutz der Wölfe e.V.“ deren Geschäftsführer er war. Ab etwa 1993 bis 1996 leitete er einige Forschungsprojekte mit dem Thema frei lebende Wölfe in Polen und Kanada, teilweise in Zusammenarbeit mit Paul Paquet (Universität Calgary, Kanada). Seit dem 8. Mai 2005 führen Günther Bloch und seine Mitarbeiter im Projekt „Tuscany Dog Project“ in der Toskana für mindestens drei Jahre kontinuierliche Verhaltensbeobachtungen an verwilderten Haushundegruppen durch. Günther Bloch publizierte insgesamt fünf Bücher über Wolfs- und Hundeverhalten und veröffentlichte zahlreiche Fachartikel in Hundezeitschriften.
Es ist ein Hochgenuss, Günther Bloch über seine Wolfsfamilien erzählen zu hören! Nicht nur, dass er mit seinem enormen Fachwissen überzeugt; er strapaziert die Lachmuskeln enorm, wenn er auf seine humorvolle Art erzählt, wie die “Schnösel” sich in ihrer Umwelt zurecht finden. So manche oft strapazierte Weisheit über das Verhalten der Wölfe im Familienverband wird widerlegt, das soziale Gefüge der Wolfsfamilie wird in wunderbaren Filmaufnahmen dokumentiert und viele Verhaltensweisen werden auf das Gefüge Mensch - Hund übertragen und erklärt. Ein unvergesslicher Abend, den ich jede Minute genossen habe!
