Mein Dr. Martin hatte heute den Auftrag, meine Hüften, Ellbogen und Wirbelsäule ganz genau zu untersuchen, damit sichergestellt ist, dass ich auch wirklich all den Sport betreiben kann, den ich so gerne mache. Ehe ich protestieren konnte, hat er mir eine Spritze in den Allerwertesten verpasst und schon entschlummerte ich sanft in Brigittes Armen. Als ich ganz belämmert wieder Richtung Auto torkelte, hatten wir im Handgepäck ein paar wunderschöne Röntgenaufnahmen, die beweisen, wie kerngesund ich bin. Jetzt kann ich mit vollem Hüftschwung durchs Leben springen - und wenn sich einer meiner Laufbahn in den Weg stellen will, kann ich zwei bildschöne, stabile Ellbogen einsetzen *ggg*
Ich liebe schöne Fotos von mir! Max Weinzierl hat von mir am Sonntag eines gemacht, auf dem meine athletische Figur -finde ich- wunderbar zur Geltung kommt:

Am Wochenende erlebte ich meine erste Qualifikationsprüfung der Landesgruppe Bayern-Süd. Also, meine erste, die ich besucht habe - mitmachen lassen die mich ja noch nicht ;-) Wie so oft im Leben kann man aber auch durch Zuschauen unheimlich viel lernen. Die gezeigten Leistungen einiger Teilnehmer waren absolut beeindruckend, der Ausbildungsstand der zum Teil noch jungen Hunde bemerkenswert! Da müssen wir noch viel, viel üben ….
Unsere Ortsgruppe Buchloe war recht erfolgreich vertreten: Uli Schäfer und Irok erreichten den vierten Platz mit 100/92/96 = 288 “V”; Gerd Aumann und Eyk wurden Achte mit 99/91/90 = 280 “SG”; Franz Schwingenstein mit Ben wurde 17. mit 99/83/92 = 274 “SG”. Gewonnen hat die Ausscheidung mit wirklich tollen Leistungen in allen drei Sparten Josef Wollmann mit Elli mit 98/96/99 = 293 “V”. Einige der Vorführungen könnt ihr rechts unter den „Mödingen-Links“ anschauen.

Nicht nur, dass meine Freundin Meggi im Agility und VPG eine echte Sportskanone ist - oh nein, sie ist auch eine begnadete Frisbee-Spielerin. Sogar besser als ich … noch … Besonderen Spass macht das Spiel, wenn das Frisbee ganz, ganz weit in den See geworfen wird und wir es wiederholen dürfen. Nun, zunächst dachte ich, das Wasser der Lechstaustufe riecht leicht modrig. Dann bemerkte ich, dass der Geruch immer aus der Richtung kam, in der Meggi gerade stand. Und je öfter sie ins Wasser ging und je nässer sie wurde, desto intensiver wehte mir dieses ganz besondere Parfum um die Nase. Ich bin ja nicht sehr empfindlich, aber das war dann doch recht heftig. Natürlich wollte ich meiner Freundin das nicht so direkt sagen, hatte aber leider auch kein Deo parat, mit dem ich ihr einen dezenten Hinweis hätte geben können. Aber weil echte Freundinnen über alles sprechen können, fragte ich nach und so erzählte mir Meggi die Geschichte über den Ursprung des “Gschmacks”:
An einem ihrer letzten Tage in Californien unternahm sie auf dem Hof noch eine Abschiedtour, um sich alles für immer und ewig gut einzuprägen. Dabei entdeckte sie ein bisher nie gesehenes putziges kleines Tierchen: Es war etwa so groß wie ein Eichhörnchen, hatte eine schöne schwarz-weiße Färbung und einen herrlich buschigen Schwanz. Natürlich wollte Meggi dem pussierlichen Kerlchen freundlich guten Tag sagen. Dieser allerdings hatte seine sehr eigenen Spielregeln. Dass er ihr einfach mal schnell den Hintern zudrehte, wäre ja noch akzeptabel, aber dieser hinterhältige Kerl setzte einen Strahl von einer gelblichen, übel riechenden Flüssigkeit mitten auf Meggi ab *igittigittigitt* Das war eine Mischung aus hochkonzentrierter Schwefelsäure und einem Kilo Knoblauch! Und das in Meggis wunderschönes Fell. Elendes Stinktier!!!! Alle, alle, alle hiélten sich fortan die Nase zu, wenn Meggi auch nur in die Nähe kam; alle Versuche, sich das eklige Zeug an Hosenbeinen und Sesseln abzureiben, wurden mit hysterischem Geschrei unterbunden. Könnt ihr euch vorstellen, wie oft Meggi in den nächsten Tagen “baden durfte”???? Obwohl das schon Wochen her ist, haften Reste des Gestankes immer noch an ihrem Fell, die besonders bei Nässe zur Geltung kommen. Arme Meggi … Und so entstand die Geschichte vom frisbeespielenden Stinktier.
Das Original:

Meggi, das frisbeespielende Stinktier:

Meine Mama Enya hat mir erzählt, dass ganz früher die Schutzhunde sich wirklich ihr Futter und ihren Schlafplatz dadurch verdient haben, dass sie den Menschen vor Gefahren gewarnt und beschützt haben. Ganz schön anstrengend! Nun, auch ich warne Brigitte eindringlich, wenn das Balli allein im Auto bleibt oder wenn das Futter schlecht zu werden droht … aber wirkliche Gefahren? Ich weiss nicht, eigentlich sieht der Postbote recht friedlich aus und die meisten Menschen, die sich an unser Gartentor wagen, enden am Esstisch - also bitte versteht mich richtig: am, nicht auf!
Da aber wir Hunde -wie auch die meisten Menschen- schon hin und wieder das Bedürfnis haben, auch einmal echt Frust und Aggression abzulassen, gibt es eben den Schutzhundesport. Ich muss gestehen, ich liebe es, wenn ich am Sonntagvormittag so richtig die Kampfsau rauslassen kann! Bellen, toben, jagen, Beute reissen … da kommt der Urinstinkt von Mama Wolf durch! Da wir ja aber nicht mehr jagen um zu überleben, läuft die Handlung mehr über Beute, als über Aggression. Und so wird das Spiel immer beendet, indem ich dem Uli den Ärmel abjage und megastolz vom Platz trage!
Ich muss zugeben, ich schaue furchtbar gerne Fotos von mir an *vieleitel*. Deshalb ein großes Dankeschön an Caroline, die mich am Sonntag beim Schutzdienst mit Uli Schäfer fotografiert hat!




Dies ist mein zweites Osterfest - allerdings habe ich das erste fast vollständig verpennt. Vor einem Jahr war ich noch ein richtiges Baby, noch nicht ganz vier Wochen alt, und konnte die Augen kaum eine Stunde offenhalten.

So wollte ich heuer alles absolut perfekt organisieren. Den Hausputz hatte ich bereits vor Tagen an Brigitte delegiert; Kim half mir, im Rasen ein paar Kuhlen für die Osternester zu graben; Tony der Maler war fürs Eierfärben zuständig und für mich hatte ich die wichtigste aller Aufgaben vorgesehen. Die nahm ich heute bei unserer frühmorgendlichen Fahrradrunde in Angriff! Natürlich war mir vollkommen klar, weshalb wir in den letzten Wochen ständig beim Fährten waren: Es war die Vorbereitung für meinen großen Einsatz. Und ich hatte meine Lektion gelernt! Spur aufgenommen, Nase runter, flotter Trab - ich sah ihn und ich wusste es: Das ist er, the one and only Osterhase!!!! Das einzige Bunny, auf das auch Frauen stehen! Also den vierten Gang eingelegt und nichts wie hinterher, um den Burschen mit nach Hause zu nehmen! Der kann vielleicht rennen! Und eine Kurventechnik hat er, der helle Wahnsinn! Aber ich war ihm dicht auf den Fersen und ich hätte ihn auch ganz sicher erwischt … wenn mich da nicht dieser verlockende Ruf abgelenkt hätte. “Eya Aicy, eya, eya!!!” Einen Blick riskiert … tatsächlich, da fuhr er hin, mein Ball - weg mit dem Fahrrad, volles Tempo in die entgegengesetzte Richtung! Osterhase? Ball?? Ball??? Osterhase???? Balliiiiiiii!!!!!!
Und so werde ich den Osterhasen auch in diesem Jahr nicht kennen lernen
Allen Freunden, die mehr Glück hatten als ich wünsche ich
