Germany’ s next Topmodel
Mist – jetzt habe ich den Start der neuen Topmodel-Staffel 2007 verpennt – aber das passiert mir nicht noch mal! 2008 bin ich dabei! Schließlich habe ich alles zu bieten, was der Heidi Klum beim Casting so wichtig ist: Ich habe endlos lange Beine, eine traumhafte Wespentaille, man sieht (noch) jede Rippe, meine Strähnchen sind natur, mein Haar glänzt, mein Blick lässt Menschen dahin schmelzen, ich habe Ausdauer und Kondition und einen umwerfenden Charme! Also, ab auf den Trainingsplatz und nichts wie rauf auf den Laufsteg! Dachte ich – von wegen! Da stehen wie immer Brigitte und Martin, meine Begleiter in allen Lebenslagen, und machen mir erst einmal klar, wie viel Disziplin so ein Topmodel braucht. Da wird nicht einfach drübergetrampelt, oh nein: Am Aufgang ein hinreißendes Neigen des Kopfes mit sachtem Aufsetzen eines Pfötchens auf die Kontaktzone – dann ein eleganter Aufstieg mit vollem Einsatz der Hinterhand, um die perfekte Modellierung der Schenkel- und Popomuskulatur zur Geltung zu bringen. Nun muss der gerade Teil in 1,50 m Höhe –also dem fast dreifachen meiner Körpergröße- schwungvoll, flott, selbstsicher, ohne Wackeln und Zögern durchgelaufen werden. Relativ einfach wäre der absteigende Teil, wäre da nicht dieses elende Warten am Ende der Zone, bevor ich endlich das Spieli schnappen und toben darf. Nachdem wir das Ganze fünfmal praktiziert haben, bin ich mir nicht mehr ganz so sicher, ob das wirklich das Ziel meiner Träume sein kann. Da finde ich das anschließende Tunneltraining doch weit witziger und spritziger!
