Aicy & Deacy & Dares “von der Glacis”

19.Februar 2007

Wochenbuch

Abgelegt unter: Allgemein — Aicy @ 14:50

Vermutlich werde ich von meinem Tagebuch auf ein “Wochenbuch” umstellen, so wenig Zeit zu schreiben habe ich im Moment. Seit wir in Ingolstadt waren, darf ich auch auf dem Buchloer Hundeplatz im Schutzdienst arbeiten! Das bedeutet aber jetzt wirklich einen vollen Terminkalender. Agility, Fährte, Unterordnung und Schutzdienst müssen jetzt in den Stundenplan eingebaut werden, alles so schön verteilt, dass es mir auch nicht zu viel wird. Aber so schnell wird mir ohnehin nix zu viel - eigentlich will ich immer mehr! Jedenfalls achtet Brigitte ganz penibel darauf, dass mir auch noch genügend Zeit für schöne Spaziergänge und Spiele bleibt. Schliesslich bin ich ja noch eine Kind!

Heute haben wir mit Heidi eine kleine Wanderung um den Weitmannsee unternommen. Dabei sind wir auf einen tollen Trick gekommen: Wenn Brigitte und ich unterwegs anhalten, um ein wenig zu arbeiten, tun sich einfach Heidi und Kim zusammen und üben auch! Ich mit Spieli, und mit Leckerlies bringt Heidi die alte Kim noch so richtig in Schwung! Immerhin hat sie das ja alles mal aus dem Effeff gelernt! So sind wir alle rundum zufrieden!

kimheidi-005.jpg

6.Februar 2007

Reifeprüfung

Abgelegt unter: VPG — Aicy @ 11:04

Oh mei, war das ein aufregendes Wochenende! Schon am Freitagnachmittag fuhren wir zu meiner Andrea und Mama Enya, ich habe Manuel wieder gesehen und durfte in meinem alten Welpenzimmer rumschnüffeln. Dann haben wir auch noch Oma und Opa Wächter besucht und wir haben noch einmal herzlich über die Geschichte gelacht, wie wir als Welpen ihre Paprikaplantage geplündert und mit dem gefährlichen Geschirrtuch gekämpft haben! Die Beiden haben mich ausgiebig bewundert und fanden mich wunderschön *vielstolz* Opa Wächter hat mir dann sein „Hundezimmer“ gezeigt, in dem er all seine vielen Pokale und Urkunden aufbewahrt. Und er hat voller Stolz erzählt, wie seine Enkeltochter –meine Andrea- schon als Kind immer mit ihm am Hundeplatz in Mailing war und er ihr ihren ersten Schäferhund geschenkt hat. Mit dem ist sie dann auch gleich Bayerische Juniorenmeisterin geworden. Ja, ich komme aus einer berühmten Familie!

Ja und dann, ich traute meinen Augen nicht, habe ich am Samstag den Edgar wieder gesehen! Natürlich habe ich mich sofort an meinen ersten Schutzdienst vor drei Monaten bei ihm erinnert – der bleibt mir ewig im Gedächtnis! Aber bevor ich mit ihm kämpfen durfte, musste ich zeigen, dass ich auch meine Hausaufgaben in den Unterordnungsübungen gemacht habe. Brigitte und ich haben gezeigt, dass wir schon drei!!!! Schritte Fußlaufen können; am Sonntag konnte ich ihm dann aber auch noch zeigen, dass ich Platz und Sitz schon ganz schnell und korrekt ausführe. Mit mir war er ganz zufrieden, aber Brigitte bekam Schimpfe, weil sie mich immer noch nicht richtig bestätigt. Die Gute ist einfach ein wenig zu lahm für so einen wieselflinken Hund wie mich. Macht nix, ich mag sie trotzdem! Die lernt’s schon noch!

Beim Schutzdienst am Abend ging ich dann ganz wild auf den Platz und dachte, der Edgar erschrickt gleich mal richtig, wenn er mich nur sieht! Pustekuchen – der freche Kerl hat sich massiv gegen mich gestellt und ich musste mich mächtig anstrengen, bis er das erste Mal zurückgewichen ist. Aber dann hatte ich ihn am Wickel und hab meine ganzen 30 kg in den Arm gehängt. Es gab unter den Anwesenden mächtig Gesprächsstoff über Edgar’ s Arbeit und auch Brigitte hat noch die halbe Nacht diskutiert und am Sonntagmorgen auch noch mal ausführlich mit Edgar gesprochen. Sie hat mir dann erklärt, dass ich nicht nur so halbherzig auf den Platz gehen darf, weil der Edgar mit ein wenig „wuff wuff“ einfach nicht zu beeindrucken ist. Außerdem sagt Brigitte ist das genauso wie beim Agility-Training: Da würde ich auch keine Bestätigung bekommen, wenn ich im Schlenderschritt über den Parcours trottele und dabei in der Gegend rumschaue. Das hab’ ich kapiert.

So bin ich dann am Sonntag noch einmal angetreten und ich wollte Brigitte beweisen, dass ich wirklich verstanden habe. Sie hat mit mir vor dem Platz gewartet, bis wir dran sind und hat mich noch ein wenig gestreichelt. Plötzlich sehe ich den Edgar, wie er mit einem anderen Hund kämpft. Ich ab nach vorne – leider kam ich nicht mehr rechtzeitig zu Hilfe, weil Brigitte mit ihrem ganzen Gewicht an der Leine hin und ich sie mitschleppen musste. Sie sah aus wie ein gestrandeter Maikäfer, wie sie da so auf dem Bauch hinter mir herrutschte! Jetzt weiß ich auch, woher der Ausdruck „Gras fressen“ kommt *ggg* Sie hat sich wohl auch ein wenig geschämt, weil ausgerechnet da Andrea mit einem ziemlich breiten Grinsen im Gesicht vorbeiging. Weil ich vom Tag vorher nun eben genau wusste, dass ich nichts geschenkt bekomme, bin ich in den Ring und habe gekämpft wie ein Löwe! Mehrfach habe ich den Edgar verjagt, bis ich ihn dann auch noch zu fassen bekam. Der hat ganz schön gejammert und sich fix einen stärkeren Schutzarm geholt, der Feigling! Hat ihm aber nix genützt; den hab’ ich ihm nach langem Ringen vom Arm gezogen und als Trophäe mitgenommen! Der Gerhard Brunner aus Moosburg hat gesagt, ich habe sooooo stolz ausgesehen, als ich vom Platz ging! Und er hat gesagt, ich sei „einfach genial“ und der Scherkl „göttlich“. Was will Hund mehr?

02.jpg  03.jpg  041.jpg  05.jpg

läuft stressfrei mit WordPress ( WordPress.de )