Samstag ist Hundeplatztag! Heute waren alle Welpen da und wir hatten eine Riesengaudi:
Bällebad, Steg, Wippe und Tunnel kannten wir ja schon - aber heute durften wie free-climbing an der Kletterwand üben.
Das war ein Spaß! Sehr interessant vor allem die unterschiedlichen Klettertechniken.
Einige benutzten die Hundeführerhände als Kletterhilfen, andere ließen sich am Geschirr abseilen - aber wir alle schafften es! Ganz ehrlich, nach der Partie war ich für nichts mehr zu gebrauchen und habe mich nur noch im meine Box gekringelt!
Leute, in Bayern ist der Bär los!
Die Nachrichten sagen, dass das erste mal seit 170 Jahren ein frei laufender Bär in Bayern gesichtet wurde. Der wollte wohl mal Urlaub machen und kam einfach so von Österreich über die Grenze - ohne biometrischen Paß und ohne Visum, ohne Einreisegenehmigung. Ob der wohl wußte, dass er seinen Ausflug ausgerechnet nach Bayern unternommen hat und auf was er sich da einlässt? Und jetzt wollen sie ihn abschießen, weil er sich irgendwo Essen geklaut hat. So sind sie, die Menschen: Erst ein Riesentheater, “oh wie niedlich, endlich wieder einen Bärchen, lass ihn uns schnell fotografieren” - und wehe, der sich dann benimmt wie einer - weg damit! “Finaler Rettungsschuß” nennt sich so was wohl … Wieso war der Bursche denn eigentlich bisher in Österreich nicht unangenehm aufgefallen? Ist ja auch furchtbar schwer, im Zeitalter von Satelliten und Überwachungskameras und Peilsendern und und und ein Lebewesen unter Kontrolle zu halten, gell, Herr Schily
In der Zeitung stand: “Wenn uns die Natur ihrer Unberechenbarkeit wegen anzieht, so heißt das freilich nicht, dass wir sie nicht berechnen wollen.”
Schon meine Mama hat mir immer erzählt, dass wir Tiere viele Probleme nicht hätten, wenn sich der Mensch nicht überall einmischen würde. Oder denkt ihr, mein Ururururgroßvater Wolf hätte sich Enkelkinder gewünscht, die nicht einmal mehr Haare am Körper haben oder vor lauter Plattnase nicht mehr atmen können?!?!?
Jedenfalls hat der Bär wohl gerade noch rechtzeitig Asyl gefunden

Aber auch das hat mir meine Mama beigebracht: Es gibt Situationen im Leben, da muss man alle gute Erziehung vergessen, auf seinen Bauch hören und einfach instinktiv handeln.
Und wieder kommen eine ganze Menge Gäste, diesmal schon am Vormittag! Ich glaube fast, nur um mich zu sehen. Jedenfalls bringen mir alle kleine Geschenke mit: Einen Ball, der auch im Wasser schwimmen kann (ob das ein versteckter Hinweis ist?), ein Leckerlie und viele Streichler. Ich geniesse all die Aufmerksamkeiten und gewöhne mich langsam daran, dass unser Rudel offensichtlich ständig irgendwelche Besucher aus den angrenzenden Revieren hat. Irgendwie scheinen sie sich alle gut zu verstehen. Vermutlich waren sie auch alle in Spielgruppen und sind gut sozialisiert - brave Menschen! Tony erzählt von seiner Reise; Kim und ich dösen unter dem Esstisch, wo wir mit einem halben Ohr zuhören.
Um so wacher bin ich dann am späten Nachmittag, als wir Sabine und die Kinder besuchen. Martin, Tim und Jester waren in München-Riem auf dem Agilityturnier; dort hat der alte Tim die A3 gewonnen! Jester hat mir in einem unbeobachteten Augenblick erzählt, dass Martin ihm leider wieder einmal den falschen Weg gezeigt hat. Er konnte die Situation beim besten Willen nicht mehr retten. Eigentlich hatte er sich schon gewundert, weil die Zahl in der Reihenfolge nicht gestimmt hat, aber welcher Hund widerspricht schon gerne seinem Menschen!? Ich bewundere Jester, dass er so geduldig ist und Sonntag für Sonntag wieder mit Martin läuft. Das muss doch wirklich Liebe sein, oder? Ich habe dann noch eine Stunde ganz wild mit Jester gespielt, damit er doch noch auf seine Kosten kam. Der ist echt so süß zu mir. Obwohl er viel größer ist, darf ich richtig frech zu ihm sein und er legt sich sogar freiwillig auf den Rücken! Durch Jester bekomme ich eine richtig gute Kondition und sicher einmal super-mega-Muckies! Vielleicht kann ich ihn ja auch zu einem Sprinttraining überreden, wenn ich etwas älter bin … - Sandra & Cute haben die A2 mit V0 gewonnen; - Günter & Santos haben im Jumping open mit V0 den zweiten Platz gemacht. Eigentlich alle nicht schlecht, meine Vereinskollegen. Da sollte doch aus mir auch noch etwas werden können, oder?
Gestern dachte ich ja, der Buchloer Hundeplatz sei nicht zu überbieten - aber dann durfte ich heute mit nach Moosburg zu meinem allerersten Agility-Turnier! Da war vielleicht was los! Da sah es aus wie in einem römischen Heerlager: Pavillons und Schirme und Zelte und Menschen und Hunde wohin man sah! Zugegeben, erst war mir schon ein wenig mulmig - aber die kannten mich alle schon! Renate und Silvia und Diana und Uli und Helmut und Claude und wie sie alle heissen. Jeder begrüßte mich furchtbar nett und hatte eine kleine Streicheleinheit für mich übrig. Selbst ihre Hunde waren superfreundlich, so dass ich schon nach ein paar Minuten völlig entspannt alles geniessen konnte.
Ich durfte direkt am Turnierplatz sitzen und zusehen, wie die anderen Hunde sprangen und kletterten und durch Tunnels sausten und lauter solche tollen Sachen. Und ich habe für mich persönlich einen festen Entschluß gefasst: Wenn ich groß bin, will ich da auch mitmachen!
Brigitte hat mir erlaubt, mit ganz vielen anderen Hunden zu spielen: ein Jack Rüssel, ein Schmetterling, ganz viele Border-Collies (die scheinen hier in der Mehrheit zu sein!), zwei arme Hunde, die nur Haare am Kopf und am Schwanz hatten, eine ganz elegante Dame hieß Lülü, ein gaanz großer Briard-Wuschel namens Mücke, Cap und Jester waren da und viele, viele andere.
Stellt euch vor, ich habe eine Hündin kennen gelernt, die heißt “Forever Tiger Lilly with magic eyes” - da komm ich mir doch vor wie Lieschen Müller. Aber die hat nicht nur einen tollen Namen, sondern hat auch mit ihrer Silvia die letzte AJO-Tour gewonnen - keine Ahnung, was das ist, aber Martin und Brigitte haben seeeehr andächtig davon gesprochen.
Jedenfalls war ich am Abend so müde, dass ich ganz fest geschlafen und furchtbar viel geträumt habe.




Aber hallo, heute war was los! Ich durfte wieder mit auf den Hundeplatz und dort haben die nur für mich eine Spielestunde veranstaltet! Jede Menge lustige Sachen hatten die im Programm: Rumblödeln und rennen, ein Bällebad, einen Tunnel, Boden-Mikado, einen Laufsteg und sogar eine echte Wippe! Mann, das war voll witzig! Und alle haben mitgemacht, keiner hat gekniffen! Mir hat es da natürlich sehr geholfen, dass das Frauchen meiner Mama mit uns Welpen schon immer so viele Sachen gemacht hat. Ich hatte überhaupt keine Angst und die Großen haben mich sehr bewundert *viel stolz*.
Und dann habe ich meine ersten eigenen Geschenke bekommen: Rita, Milva und Kilo Maddog sind extra auf eine Hundeausstellung gefahren und haben mir einen Quietschi-Fisch und einen ganz tollen, bunten Ball gekauft! Ich finde beides wunderschön und freue mich riesig darüber! Brigitte hat auch gleich mit mir gespielt und wir sind um die Wette gerannt, um den Ball zu fangen. Der Fisch hat einen riesengroßen Kußmund, den er immer bewegt, wenn ich ihn in den Bauch beisse :-)))
Ja, und dann habe ich noch Uli kennen gelernt - den darf ich beissen, wenn ich etwas größer bin. Ich glaube, ein klein bisschen fürchtet der sich jetzt schon davor *grins*.
Also, kurzum: Hundeplatz in Buchloe macht Spaß!


